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Arzneimittel können die Lichtempfindlichkeit erhöhen

Bei intensiver Sonnenbestrahlung der Haut muss man bei bestimmten Medikamenten damit rechnen, dass in Verbindung mit dem Sonnenlicht Nebenwirkungen zum Tragen kommen. Gelangen bestimmte Wirkstoffe bei ihrer Verteilung auch in die Haut, können sie dort durch die Strahlungsenergie (vornehmlich UVA-, selten UVB-Strahlung oder sichtbarer Anteil des Sonnenlichtes) eine chemische Reaktion erleiden, die sie unverträglich macht. Daneben gibt es auch photoallergische Reaktionen - sie verlaufen aber anders. Zu berücksichtigen ist, dass Glasscheiben und Kleidung zwar vor UVB schützen, UVA bleibt aber auch in Räumen schädlich. Entsprechende Wirkstoffe in Form von Salben, Cremes und Lotionen rufen dabei stärkere Reaktionen hervor, als bei oraler Einnahme des Wirkstoffes. Auch individuelle Faktoren wie Hauttyp, -dicke und -feuchtigkeit variieren die individuelle Empfindlichkeit.

 

TIPP

Wenn man nach der Verwendung eines Medikamentes und Aufenthalt im Freien an den lichtexponierten Hautstellen Rötungen, Brennen und Stechen spürt, sollte man im Beipacktext nachsehen, ob etwaige Hinweise auf Lichtempfindlichkeit bestehen. Solche Reaktionen sind z.B. bei bestimmten entwässernden Mitteln (Diuretika) beschrieben worden. Eine Reihe von Schmerzmitteln (Piroxicam, Ketoprofen, Naproxen) oder Antibiotika (Fluorchinolone) verursachen eine erhöhte Neigung zu Sonnenbrand mit scharfen Rändern zu lichtgeschützten Hautbezirken. Es kann aber auch erst nach 2 bis 3 Tagen zur Reaktion kommen, wenn sich dazu der Wirkstoff erst in der Haut ansammeln muss (Psoralene, Fluorchinolone). Als Gegenmaßnahmen sind das Auftragen von hochwertigen Sonnenschutzmitteln mit hohem UVA-Filter und textiler Lichtschutz zu erwähnen. Bei längerer Verwendung solcher Arzneimittel kann man sich übrigens mit UV-undurchlässigen Folien auf Fensterscheiben zu Hause und im Auto schützen.

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